Pressemitteilung
35 Jahre Einheit – Sachsen darf kein Billiglohnland bleiben
Jusos Sachsen: Einheit heißt gleiche Arbeit, gleicher Lohn!
Zu den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit erklärt Mats Rudolph, Landesvorsitzender der Jusos Sachsen.: „35 Jahre nach der friedlichen Revolution arbeitet fast ein Viertel der Beschäftigten in Sachsen im Niedriglohnsektor – doppelt so viele wie im Westen. Dass der Freistaat weiter als Billiglohnland funktioniert, ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Jahrzehnte CDU-Sparkurs haben Tarifbindung geschwächt und ganze Regionen auf Niedriglohn festgelegt“.
„Wer den 3. Oktober feiert, muss auch den Mut haben, über die soziale Spaltung zwischen Ost und West zu reden. Einheit heißt nicht nur Flaggen und Feierstunden – Einheit heißt Respekt vor der Arbeit aller Menschen in diesem Land. Dafür muss auch die SPD klare Kante zeigen: Schluss mit der Rolle als Verwalterin des Status quo. Gleiche Arbeit muss endlich gleichen Lohn bringen – sonst bleibt die Einheit eine halbe Sache.“, so Rudolph abschließend.
Die Jusos Sachsen fordern:
- Mindestlohn rauf auf 15 Euro
- Tarifbindung stärken durch ein sächsisches Vergabegesetz
- Investitionen in gute Arbeit im Osten statt Dauer-Subventionen für Konzerne
